Wir schafften es irgendwie nach Hause und am nächsten Morgen war ich die einzige, die 8 Uhr frisch und munter auf ihren Beinen stand. Ich begann, meine Habseligkeiten zu packen und ne knappe Stunde s
päter schafften es auch die anderen 3 aus den Betten. Um die Mittagszeit verabschiedeten wir uns von Helen und wir fuhren nach Queenstown, wo wir erstmal ne ordentliche Mahlzeit zu uns nahmen. Nach einem Abstecher in ein Café, wo wir viel zu starken Cappuccino tranken, setzten mich die beiden mit all meinen Habseligkeiten im hostel ab und es war Zeit, Lebewohl zu sagen. Schaffte es diesmal ohne Tränen, weil es sich nicht wie ein Aufnimmerwiedersehen anfühlte, sondern weil ich weiß, daß ich die Mädels irgendwann und irgendwo wiedersehen werde!Den Abend wollte ich nach der letzten langen Nacht eigentlich ganz ruhig ausklingen lassen, aber meine irischen Freunde Jill und Kevin waren erst vor ein paar Tagen aus Kanada zurückgekommen und wir wollten uns unbedingt nochmal sehen, bevor ich das Land verlasse. So trafen wir uns mit der Absicht auf Pizza und ein oder zwei Drinks aber ich hätte es besser w
issen müssen! Man kann nicht mit Iren ausgehen und darauf hoffen, daß es trocken bleibt! Irgendwann verabschiedete ich mich von den beiden, weil ich meinte, daß es sinnvoll ist, den Nachhauseweg anzutreten, solange ich ihn noch kenne. Jill und Kev blieben noch länger und ich will nicht wissen, wann sie nach Hause gingen! War super, die zwei wiederzusehen, wir haben damals in Milford Sound im September 2006 zur gleichen Zeit mit arbeiten angefangen, aber sie haben uns nach knapp 2 Monaten verlassen, um weiterzureisen. Milford Sound stand auf ihrem Plan für Samstag und ich wäre liebend gern mit ihnen gekommen, aber ich hatte andere Pläne, schließlich mußte ich nach Christchurch gelangen.8 Uhr in der früh am naechsten Morgen sammelte mich der Great Sights Fahrer auf und ich machte es mir im Bus mit nur zwei anderen Passagieren gemütlich. Der Tag sollte lang werden, schließlich macht der Bus den Umweg über Mt .Cook, wo es nach einer 2 stündigen Pause nach Christchurch weitergeht. Zeit zum Nachdenken zu haben ist nicht immer erstrebenswert, manchmal kämpfte ich mit den Tränen, wenn ich an meine Zeit in Neuseeland und vorallem an meine Mädels dachte. Gegen 6 Uhr abends kam ich in Christchurch an, wurde vor meinem hostel abgesetzt und ging frueh ins Bett. Leider wurde ich von einem Schnarcher im Nebenzimmer wach gehalten, den ich durch die duennen Waende so gut hoeren konnte, als wuerde er direkt neben mir liegen.
Mein letzter Tag in Neuseeland sollte ein Sonntag sein und nach dem ich mir meinen Kopf mit erneuten Versuch
en zerbrochen hatte, wie ich meinen Rucksack besondes effektiv und platzsparend packen koennte, verfrachtete ich mein Gepaeck in die Schliessfaecher des YHA und machte mich auf den Weg zum Antarctic Centre. Dort wurde ich in eine warme Jacke und Ueberschuhe gesteckt und erlebte hautnah einen antarktischen Storm bei -5 Grad Celcius, die sich aufgrund des kalten Windes wie -18 anfuehlten. Beim Lesen all der Informationstafeln, Anschauen aller Videos and Bestaunen aller Ausstellungsstuecke verging die Zeit wie im Flug und zwischendrin schaute ich der Belegschaft noch beim Fuettern der Blue Penguins zu. Dieses Schauspiel zog natuerlich auch Herrscharen von Kindern an und so war das Geschnatter und Gedraengel gross und der Kampf um die besten Plaetze in den vorderen Reihen vorprogrammiert. Schon vor meinem Besuch im Antarctic Centre war ich fasziniert von der Antarktik , den dort lebenden Tieren und dem Einfluss, den die Antarktik auf unser Klima ausuebt, aber die dort ausgestellten Fotos zoge
n mich in ihren Bann. Diese Eisberge, Gletscher und Eisspalten sind bemerkenswert. Wer weiss, vielleicht schaffe ich es eines Tages mal auf diesen faszinierenden Kontinenten.Am fruehen Abend gings zurueck in die Stadt und nach einer kleinen Staerkung und einem Besuch im Internetcafe holte ich mein Gepaeck ab und machte mich auf den Weg zum Flughafen. Dort kam ich so gegen 11 Uhr abends an und von da an galt es, sich die Zeit bis zum Morgen zu vertreiben...
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